Wenn wir in unseren NLP und Hypnose Ausbildungen die Teilnehmer nach den NLP Grundannahmen fragen, die für sie im Leben am wichtigsten sind, ist ein Grundaxiom fast immer in den Top 3 zu finden:
“Es gibt kein Versagen, nur Feedback!” (There is no failure, only feedback)
Trotzdem tun sich viele Menschen und auch ausgebildete NLPler mit dem Thema Feedback sehr schwer. Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht auf die weitverbreitete Konditionierung eingehen, die die meisten von uns wohl unter dem Wort “Sandwich-Feedback” gelernt und gefürchtet haben. Dazu in einem späteren Blogpost etwas ausführlicher.
Der Punkt, auf den ich etwas genauer eingehen möchte, ist der, dass es nicht nur verbales Feedback gibt. Ganz im Gegenteil. Es wird viel zu oft vergessen, das gerade nonverbales Verhalten und das Tätigen oder Unterlassen von Handlungen sehr direktes Feedback ist. So hatte ich einmal einen Bekannten, den ich regelmäßig zum Sport abgeholt habe. Leider war er sehr unpünktlich. Mal waren es 5 Minuten, mal 10, und dann wiederum auch nur 3…richtig pünktlich erschien er nie. Darauf angesprochen, hatte er für sein zu spätes Erscheinen auch immer eine passende Erklärung bzw. Ausrede. Es lag grundsätzlich nie an ihm, sondern immer an äußeren Umständen. Mal klingelte das Telefon, mal musste er den Wellensittich noch füttern und was er nicht noch alles auf Lager hatte. Anfänglich wies ich ihn noch freundlich darauf hin, dass ich es mir wünschen würde, wen er pünktlich zum vereinbarten Abholtermin erscheinen würde. Als wir jedoch in schöner Regelmäßigkeit auch beim Sport zu spät erschienen, teilte ich ihm mit, dass ich keine Lust mehr auf seine Unpünktlichkeit und seine Ausreden hätte. Er versprach – wie immer – Besserung und teilte mir nochmals mit, dass er das ja alles wüßte und er es wirklich ernst meine. Es kam der nächste Termin, und wiederum stand mein Bekannter zu der vereinbarten Zeit nicht dort, wo er versprochen hatte zu stehen. So traf ich eine Entscheidung und fuhr alleine zum Sport. Als ich am nächsten Tag einen Anruf bekam, war mein Bekannter ziemlich aufgewühlt und ganz erstaunt, was los sei. Ob wir uns zerstritten hätten, was mir an ihm nicht passen würde und ob ich ihm nicht mal Feedback geben könne, damit er sein Verhalten ändern könne. Meine Antwort war damals kurz und sehr knapp: “Das ich gestern ohne dich gefahren bin, genau das war Dein Feedback!”
Und genau das ist das spannende am Feedback: Jede Handlung von mir löst immer eine bestimmte Reaktion aus. Die Mitmenschen, auf die ich mit meinem eigenen Verhalten einwirke reagieren entweder auf eine bestimmte Art und Weise, oder eben auch mal nicht. Beides ist Feedback. Otto Normalverbraucher ist dann oft verwirrt und sucht die Schuld bei den anderen, die sich eben nicht so verhalten, wie er es wollte. Er ignoriert diese wertvolle Art von Feedback ganz einfach. Kommunikationsprofis hingegen wissen um diese Form des Feedbacks und passen ihr Verhalten so lange an, bis sie die gewünschte Reaktion von ihren Mitmenschen erhalten. Das nennt sich dann Flexibilität. Und schafft Wahlmöglichkeiten. Und gleichzeitig gilt dann auch eine weitere zentrale Grundannahme des NLP:
Wenn das, was Du tust, nicht funktioniert, tu so lange etwas anderes, bis es funktioniert!
Viel Spaß beim Feedback geben und annehmen!
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Natürlich gibt es ein Scheitern und Versagen. Dies zu verharmlosen als Feedback kann zusätzlich verletzend sein. Die Grundidee des Reframings besteht ja darin, sich zu öffnen für die Lernchancen, die in einem Versagen auch liegen.
Und manchmal gibt es keine zweite Chance! Dann lernt man mit seinem Schicksal gut zu leben.
Wenn eine Frau davon träumt eigene Kinder zu bekommen und sie stellt fest sie ist unfruchtbar, dann ist das ein Schicksalsschlag und nicht nur ein Feedback.
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Wenn ich glaube, dass es scheitern und Versagen gibt, dann werden viele Erfahrungen wahrscheinlich auch so bewertet werden. Feedback kann auch für mich niemals verletzend oder verhamlosend sein, weil es wertneutral ist.
Und wenn eine Frau den Traum hat, Kinder zu kriegen und dies aufgrund einer Unfruchtbarkeit nicht kann, dann ist es vieles…traurig, schade und oft auch tragisch. Was es aber auf KEINEN Fall ist: Ein Versagen oder ein Scheitern!
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